Sie befinden sich in den Archiven der Kategorie Alte Blogs.
| M | D | M | D | F | S | S |
|---|---|---|---|---|---|---|
| « Jun | ||||||
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | |
| 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 |
| 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 |
| 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 |
| 28 | 29 | 30 | 31 | |||
- Alte Blogs (27)
- Bilder (3)
- Nachtrag (5)
- Ohne (25)
- 10.6.2008: Bei den Leukozyten wirkt die Chemo...
- 2.6.2008: Juhuu, Halbzeit!
- 19.5.2008: Heute fällt die Chemo aus...
- 15.5.2008: Eine von vier ist geschafft
- 8.5.2008: Die Reha ist vorbei...
- 18.4.2008: Nun sind es nur noch ein paar Tage...
- 10.4.2008: Die erste Woche ist geschafft!
- 26.3.2008: Bald kommt die Chemo...
- 23.3.2008: Frohe Ostern 2008 im Schnee...
- 13.3.2008: Ich bin wieder Zuhause!
Archiv der Kategorie Alte Blogs
PEG
11.10.2006 von Rolf.
Heute bekomme ich meine PEG!
Wieder ein paar Stunden gewartet… Das ist noch mal eine gute Aufgabe für Pflege: Zeitmanagement in der Klinik, das Warten bringt einen um den Verstand!
Eine Endoskopie unter Dormicum ist klasse!
Für die Nichtfachleute unter Euch: PEG ist eine Magensonde, die durch die Bauchdecke gelegt wird. Dazu bekommt man erst eine Magenspiegelung, bei der der Magen aufgeblasen wird. Deshalb heißt das Ding auch PEG P erkutane (durch die Haut) E ndoskopische (Spiegelung, hier des Magens) G astrostomie (künstlicher Magenzugang).
Hinterher ist es dann mit der Coolness vorbei! Man hat das Gefühl der Bauch fällt einem weg! Und ein Druck ist das… Selten soviel gerülpst und gef… ![]()
Geschrieben in Alte Blogs | Drucken | Keine Kommentare »
Die Strahlenklinik meldet sich
9.10.2006 von Rolf.
Die Strahlenklinik hat sich gemeldet!
Der Termin zu Besprechung ist erst am 24.10. noch zwei Wochen , eine Ewigkeit!
Zur Vorbereitung muss ich meine Zähne auf möglich Infektquellen untersuchen und behandeln lassen! Außerdem brauche eine PEG, eine Magensonde durch die Bauchdecke. Mögliche und wahrscheinliche Nebenwirkung der Bestrahlung ist, dass meine Mundschleimhaut kaputt geht und ich nur schlecht essen und trinken kann. Damit ich dann auch nicht vom Fleisch falle bekomme ich schon vorab die PEG.
Geschrieben in Alte Blogs | Drucken | Keine Kommentare »
Sono- ein voller Erfolg
5.10.2006 von Rolf.
Bei der Sonografie des Abdomens (der Ultraschalluntersuchung des Bauches) hat sich herausgestellt, dass ich keinerlei Metastasen im Bauchraum habe.
Wie sehr man sich darüber freuen kann, dass man etwas nicht hat!! Ein kleiner Teilerfolg!
Die Reaktionen der Leute darauf ist sooo unterschiedlich. Die einen freuen sich einfach mit einem über kleine Schritten und sehen dass das Glas halb voll ist. Andere leiden fast noch mehr als ich… Haben die den Tumor oder ich? Solche Sätze wie “Dann ist es ja nicht ganz hoffnungslos…” könnt ihr euch sparen!
Viel besser ist der Galgenhumor! Damit komm ich und ich bin sicher, die meisten anderen Menschen auch, viiiel besser klar!
Geschrieben in Alte Blogs | Drucken | Keine Kommentare »
Der Schrecken vielleicht doch allein zu sein…
4.10.2006 von Rolf.
Am Morgen ein Telefonat mit der Ärztin im Krankenhaus, die mir auch die “frohe” Botschaft überbracht hatte. Warum ich denn Gestern einfach gegangen sei, jetzt könnten die weiteren Untersuchungen nicht mehr vom Krankenhaus durchgeführt werden… Ich könnte mich jetzt ja an den niedergelassenen HNO-Arzt wenden, der könne das jetzt ja organisieren. Im Krankenhaus war alles für heute organisiert, aber wenn ich mich vorzeitig entlassen würde, verzögere sich jetzt alles…
Na, toll! Jetzt steh ich da, allein und bin auch noch selbst daran schuld, dass sich jetzt alles verzögert… Ein Anflug von Panik macht sich breit… Doch nur kurz, dann nehm ich es eben selbst in die Hand!
Der Arzt in der HNO-Praxis ist eigentlich Oberarzt in der Klinik und macht nur zweimal die Woche Praxisdienst. Er verordnet sofort die notwendigen Untersuchungen Rö-Thorax (Röntgen des Brustkorbes) und Sono-Abdomen (Ultraschall-Untersuchung des Bauchraumes). Dieser Arzt will uns gar nicht wieder gehen lassen, obwohl das Wartezimmer voll ist. Er selbst sei langjähriger Pfeifenraucher und eigentlich kommen diese Tumore nur bei denen und bei Alkoholikern vor. Er ist so betroffen… Ärzte sind auch nur Menschen…
Als ich die Termine machen will für die Untersuchungen, mache ich zunächst wieder eine sehr negative und dann die nächste positive Erfahrung. Die Termine gingen erst in vierzehn Tagen, bekomme ich zu hören… Selbst als ich sage, wofür ich sie brauche… Dann dies: Ich spreche die Sprechstundehilfe des HNO-Arztes darauf an. Sie greift sich einen Telefonhörer im Nebenraum trotz des vollen Wartezimmers und organisiert: Sono am nächsten Morgen, Röntgen am Montag! DANKE!!
Sanja fängt immer wieder an zu weinen, wenn sie mich ansieht… Ich möchte sie trösten, weiß aber nicht wie… Wir haben schon soo viel zusammen durchgestanden, dann werden wir dies doch auch schaffen! Ich war doch immer der starke und ruhige, jetzt bin ich krank, fatal…
Geschrieben in Alte Blogs | Drucken | Keine Kommentare »
Der 1. Tag danach
3.10.2006 von Rolf.
Die erste Nacht im Krankenhaus. Mein Hals tut weh! Jetzt weiß ich, dass das von der Probenentnahme kommt. Die Nachtwache hat mir Dolodobendan gebracht, als ob das helfen würde… Wassereis ist klasse! Später bekomme ich meine ersten Novalgin-Tropfen, die helfen gut…
Gegen Mittag kommt die Stationsärztin, sehr nett und voller Anteilnahme. Besser als die Ärztin von gestern. Na, ja, die hatte aber wenistens gesagt, ich könnte heute gehen. Der Ärztin von heute hat sie jedoch gesagt, ich müsse unbedingt bleiben! Na Klasse! Wegen der Schwellungsgefahr und wegen der weiteren Untersuchungen am Mittwoch…
Also lasse ich mich gegen ärztlichen Rat entlassen… Der Hals schwillt tatsächlich etwas an… ein bedrohliches Gefühl…
Der Schrecken des ersten Erkennen lässt etwas nach und weicht dem rationalen Umgang…
Geschrieben in Alte Blogs | Drucken | Keine Kommentare »
Böses Erwachen
2.10.2006 von Rolf.
Der Tag der Entscheidung… Ich sollte schon um halb acht im Krankhaus sein, natürlich nüchtern und so weiter… Dran war ich erst um halb zwölf! Schreckliche Warterei!
ICH im Krankenbett mit Flügelhemd, ICH gehöre doch eigentlich auf die andere Seite… Was wohl jetzt dabei rauskommt… Ich hasse Schmerzen!
Als Prämedikation Dormikum i.m.; Klasse!! In drei Minuten war ich völlig weg! Nur kurz in der OP-Schleuse aufgewacht und ein paar Scherze gemacht…
Nach der OP wache ich auf, Sanja ist bei mir, ich rede wie ein Wasserfall. Erleichterung, kein Schnitt am Hals, doch nicht soo schlimm… Gut das Schlucken fällt schwer, das liegt bestimmt an den Untersuchungen und dem Beatmungsschlauch…
Nach dem ich einigermaßen wieder wach war, kommt so gegen vier oder fünf eine Ärztin.
Ich wollte doch schnell ein Ergebnis… Sie hätten eine tiefe Probe entnommen und die noch während der OP untersuchen lassen.
Plattenepithelkarzinom im Zungengrund; T4; vier Zentimeter groß; Lymphknotenschwellungen sind Metastasen…
Die Worte prasseln auf uns ein, im gleichen Maße, wie der Boden unter unseren Füßen verschwindet… Tänen, Ängste, Panik…. Was wird aus meiner Familie, meinen Kindern… ICH Krebs? Und dann gleich soo heftig?
Sanja ruft ihre Eltern und meine liebe Schwester… Es tut gut nicht allein zu sein, darüber zu sprechen….
Geschrieben in Alte Blogs | Drucken | Keine Kommentare »
Wie alles begann…
27.9.2006 von Rolf.
Ich hatte einen geschwollenen Lymknoten an meiner rechten Halsseite und etwas Schluckbeschwerden, aber keine richtigen Schmerzen und das schon seit ein paar Wochen… Nun wollte ich endlich damit zum Arzt. Mein Hausarzt hatte Urlaub und so ging ich zu seiner Vertretung….
“Das gefällt mir gar nicht…” Kein schöner Satz von einem Arzt…. Ich solle gleich zum HNO-Arzt gehen…
“Das gefällt mir gar nicht…” Schon wieder! Auch am linken Hals sei ein Lymphknoten geschwollen. Das könnte auch eine systemische Erkrankung sein, evtl. ein Lymphom… Netter Ausdruck für Lymphknotenkrebs… na, ja der ist ja ganz gut zu beherrschen… Evtl. aber auch eine Halszyste… (unterirrdischer Riesenpickel), da müsste man mir nur eben den Hals aufschneiden und den rausholen, ausräumen für die Fachleute unter uns….
Panik-Attacke… Den Hals auzuschneiden, empfand ich schlimmer als den Krebs, komisch wie Menschen manchmal denken…
Ich solle gleich in die Klinik fahren, damit die das genauer untersuchen können…
“Das gefällt mir gar nicht…” Dies mal vom Professor! Ich mag diesen Satz nicht! Nach stundenlanger Wartezeit steht fest, dass sie mir am Montag in den Hals, die Lunge, auf den Kehlkopf und in den Magen schauen wollen, den dicken Lymphknoten nehmen sie auch gleich raus…
OP, Vollnarkose, Krankenhaus…. ICH?! Ich hab doch eigentlich nur ne verschleppte Mittelohrentzündung oder so etwas…
Bei der Narkose-Aufklärung mache ich noch Witze: “Heute morgen hatte ich nur ′nen verschleppten Infekt und jetzt nen Tumor…” Humor ist, wenn man trotzdem lacht
Geschrieben in Alte Blogs | Drucken | Keine Kommentare »