Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Das etwas andere Tagebuch von Rolf Miehle für Mai, 2008.
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- 10.6.2008: Bei den Leukozyten wirkt die Chemo...
- 2.6.2008: Juhuu, Halbzeit!
- 19.5.2008: Heute fällt die Chemo aus...
- 15.5.2008: Eine von vier ist geschafft
- 8.5.2008: Die Reha ist vorbei...
- 18.4.2008: Nun sind es nur noch ein paar Tage...
- 10.4.2008: Die erste Woche ist geschafft!
- 26.3.2008: Bald kommt die Chemo...
- 23.3.2008: Frohe Ostern 2008 im Schnee...
- 13.3.2008: Ich bin wieder Zuhause!
Archive für Mai 2008
Heute fällt die Chemo aus…
19.5.2008 von Rolf.
Heute fällt die Chemo aus, weil meine Leukozyten zu niedrig sind! Na Klasse! Chemo bekomme ich nur, wenn der Wert über 3,5 liegt. Am Freitag lag er aber nur bei 1,6. Das nervt! Ich will das jetzt durchziehen! Aber was nutzt es… Also wieder Geduld haben!Am Dienstag lag der Wert sogar nur bei 1,2 und ich hätte eigentlich Antibiotika bekommen sollen. Da hat mein Hausarzt gepennt… Also werd ich auch hier wieder selbst aufpassen müssen! Subjektiv merke ich nix von den niedrigen Leukos… Insgesamt habe ich seit September 2006 sowieso nur ein oder zwei Infekte gehabt. Ich hätte eigentlich gedacht, dass durch die intensiven Therapien und dem Krebs meine Abwehr viel mehr im Keller wäre, aber… Und das bei sechs Kindern…
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Eine von vier ist geschafft
15.5.2008 von Rolf.
So, nun will ich endlich mal wieder schreiben!
Die erste Chemorunde ist geschafft! Ich bekomme zwei Medikamente: Carboplatin und Venelbin. Am ersten Montag eines Zyklus bekomme ich beide, am zweiten nur das Venelbin und am dritten Montag ist dann Pause. Am 28. April hat der erste Zyklus bekommen, insgesamt werden es vier werden.
Ob ich jeweils eine Chemo bekomme hängt von meinen Blutwerten ab. Unter anderem wird als Nebenwirkung die Neubildung der weißen Blutkörperchen, der Leukozyten gestört. Diese sind für die Infektabwehr zuständig, so dass Chemo-Patienten in der Regel sehr infektanfällig sind. Dienstag wurde mir das letzte Mal Blut abgezapft, meine “Leuko”-Zahl ist im unteren Grenzbereich. Sinkt sie noch weiter bekomme ich vorsichtshalber Antibiotika und muss höllisch aufpassen, dass ich mich nicht irgendwo anstecke oder mir sonstwie einen Infekt einfange. Auch die Neubildung von Blutplättchen kann gestört werden, was dann eine Blutungsneigung zur Folge hätte, da sie mit für die Gerinnung zuständig sind. Aber hier habe ich noch völlig normale Werte.
Der erste Tag und die darauffolgende Zeit waren ganz schön aufregend. Ich hatte ja geschrieben, dass der “aufklärende” Arzt so blöd war. Er war aber zum Glück nur eine Vertretung! ;-)) Der behandelnde Arzt ist sehr nett und zugewandt! Das Stationsteam arbeitet ihre Fälle ab und scheint an den einzelnen Individuen kein besonderes Interesse zu haben. Ich habe jedenfalls nichts davon erlebt. Schade, dass ich mit meinen eigenen Berufskollegen mal wieder nicht so tolle Erfahrungen mache… Am 28. musste ich schon um acht Uhr da sein, mir wurde Blut abgenommen und erst als das Ergebnis da war, wurde meine Chemo bestellt. Die ersten Tropfen rannen dann so gegen ein Uhr in meinen Körper… Das war schon ein seltsames Gefühl… Das Carboplatin lief problemlos, das Venelbin schädigt stark die Gefäßwände und hat höllisch wehgetan. Am darauffolgende Montag hab ich aber zum Glück überhaupt keine Probleme!
Meine größte Angst vor der Chemo war, dass ich mich wieder reichlich übergeben und dann noch mehr an Gewicht verlieren würde… Aber, oh Wunder: nix!! Ich habe bisher nicht ein einziges mal Übelkeit verspürt, Jubel, Jubel! Außer das ich ein “bißchen” schlapp bin, geht es mir richtig gut.
Von der Lungen-Op merke ich auch nur noch ab und zu ein Ziehen in der Narbe und, wenn ich mich stark belaste, z.B. Bergauf Fahrrad fahre, fehlt mir noch ein bißchen die Luft.
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Die Reha ist vorbei…
8.5.2008 von Rolf.
Diese Reha war richtig gut für mich!Ich bin ja wieder nach Bad Sooden-Allendorf gefahren, weil dort sowohl HNO als auch Lungenpatienten betreut werden. Es hat mir sehr gut getan einmal rauszukommen aus dem Alltagstrott und mich nur auf mich und meine Krankheit zu konzentrieren. Das heißt nicht mich in meinem Leid zu ergehen, sondern Dinge zu tun, die mir gut tun in meiner Situation als Krebspatient. Das mit dem Essen hat wieder super geklappt. Drei volle Mahlzeiten mit Dingen die alle essen konnte. Eine Putzfrau die mein Zimmer sauber macht. Anwendungen die mir richtig gut taten, von Schultergymnstik über Konditionstraining bishin zur Logopädie.
Diesmal habe ich auch eine Gruppe sehr netter Leute kennen gelernt und wir hatten zusammen viel Spass und schöne Gespräche. Das hat mir sehr gut getan. An dieser Stelle einen sehr lieben Gruss an Christina, Angela, Silke, Klaus und Karin. Angela hat vorgeschlagen, dass wir ein BSA (Bad-Sooden-Allendorf) -Revival-Wochenende machen sollten und dann Uno-Extrem spielen bis zum abwinken… Super Idee!
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Now playing: Tomte - New York
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