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Der 3. Tag
Seit drei Uhr bin ich wach… Die Nachtschwester hat mir noch mal Tropfen gegen die Schmerzen gebracht. Doch auch trotz der Tramal und Diclofenac (recht starke Schmerzmittel) am Morgen, wurden die Schmerzen immer schlimmer.Ich konnte nicht mehr unterscheiden ob es der zwanzig Zentimeter lange Schnitt, die durchtrennte Rippe oder der letzte Drain war, was diese Schmerzen verursachte. Bei der Visite gegen halb neun hätte ich heulen können. Der Oberarzt ordnete an, dass ich Rückenmarksnahe Depotinjektionen bekommen sollte. Dabei werden einige Milliliter eine Betäubungsmittels (ähnlich dem beim Zahnarzt) rund um die Aus- bzw. Eintrittsgebiete von Nervenbahnennahe des Rückenmarks gespritzt umd diese Nervenbahnen zu blockieren.
Das Einstechen in die Haut merkt man fast gar nicht, aber der Druck, wenn dieses Betäubungsmittel hineingespritzt wird, ist fast nicht auszuhalten. Bei mir wurde insgesamt fünf Mal punktiert, da ich nicht genau sagen konnte, woher diese Schmerzen kamen. Diese Schmerzen beim hineinspritzen waren aber absoluter “Kleinkram” im Verhältnis zu den Schmerzen an meiner linken Seite.
Die Schmerzen wurden langsam etwas besser… Ich schwitzte so sehr, dass meine Beine, dort wo ich meine Arme abgstützt hatte, ganz nass waren.. (Bei der Injektion muss man mit einem Rundbuckel sitzen) Mein Atem ging stoßweise und dann wurde mir auch noch schummrig vor den Augen… Na Klasse! Nach einer dreiviertel Stunde hatte sich mein Kreislauf dann ganz gut erholt, aber ich war natürlich fix und alle…
Die Pflegekräfte habe mir dann sehr fürsorglich durch den Tag geholfen. Ich habe sogar ein sehr angenehmes Fussbad erhalten! Vielen Dank noch mal dafür! Im weiteren Verlauf des Tages waren die Schmerzen erträglich.