Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Das etwas andere Tagebuch von Rolf Miehle für Januar, 2008.
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- 7.3.2008: Der 2. Tag nach der OP
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- 5.3.2008: Der Tag der OP...
- 3.3.2008: Ist das Leben nicht manchmal gemein?
Archive für Januar 2008
Und wieder warten…
22.1.2008 von Rolf.
Ich bin gerade zurück vom Thoraxchirurgen aus dem Klinikum Bremen-Ost. Der Oberarzt ist sich noch nicht schlüssig, wie die Therapie aussehen soll.
Mit ihm habe ich jetzt vereinbart, dass ich Anfang Februar in Bremen-Ost stationär aufgenommen werde. Es soll dann ein MRT (Ein Verfahren zur Bildgebung, ähnlich wie CT, nur nicht mit Röntgenstrahlen sondern mit Magnetfeldern, besser bekannt als die „Röhre“) der Leber und des Kopfes gemacht werden zum Ausschluss weiterer Metastasen und eine Lungenfunktionsprüfung.
Er möchte mich dann auf der Tumorkonferenz vorstellen, um die weitere Vorgehensweise abzusprechen. Bei der Tumorkonferenz setzen sich Chirurgen, Internisten, Strahlentherapeuten und andere Ärzte, die etwas mit Krebserkrankungen zu tun haben, an einen Tisch und besprechen einzelne Fälle und diskutieren mögliche Therapien. Er erwägt eine Radio-Chemotherapie (!), und das als Chirurg ;-).
Abhängig vom Ergebnis der Tumorkonferenz soll ich dann operiert werden. Bei der Entscheidung für eine kombinierte Strahlen und Chemo-Therapie soll lediglich eine Mediastinoskopie zur Diagnoseverifizierung durchgeführt werden. Andernfalls gibt es eine größere OP mit Entfernung des Primärtumors und der Lymphknoten im Mediastinum. Das Mediastinum ist der Bereich hinter dem Brustbein zwischen den beiden Lungenflügeln. Hier befinden sich die meisten Lymphknoten für die Lunge. Eine Mediastinoskopie ist eine Spiegelung eben dieses Bereiches.
Also: Wieder einmal heißt es: Abwarten!
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Ein Schatten auf der Leber…
21.1.2008 von Rolf.
Am Samstag habe ich Post bekommen… Beim CT der Lunge hat man auf der Leber auch noch einen Schatten gesehen… Panik… Lebermetastase?! Das war ein tolles Wochenende! Und dann erfährt man so eine Hiobsbotschaft auch noch per Post!
Das ganze Wochenende war versaut, dabei hatten wir endlich mal wieder ein Wochenende nur für uns. Dafür hatten Sanja und ich uns eigentlich vorgenommen, etwas Schönes für uns zu machen! Partnerschaft mit Krebs ist eh schon schwer genug… Und dann so was…
Nun denn heute morgen hab ich gleich um Acht einen Termin beim Internisten gemacht um das gleich per Ultraschall abklären zu lassen! Und oh Wunder, schon um zehn konnte ich kommen!
Entwarnung! Es ist keine Metastase sondern nur ein Blutschwämmchen, ein Hämangion, das immer wieder mal auf der Leber vorkommen kann!
Morgen um 11:00 Uhr hab ich Termin beim Thoraxchirurgen. Mal sehen was der wieder für eine Frohe Botschaft für mich hat… Wie wohl nun die Therapie aussieht? Dass eine OP notwendig ist klar, aber wann und in welchem Umfang? Und gibt’s dazu eine Chemotherapie? Und wie werde ich die vertragen? Dabei wollte ich doch endlich wieder arbeiten!
Also drück mir die Daumen für morgen!
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Zweimal sechs Richtige….
17.1.2008 von Rolf.
Dem Einen oder Anderen habe ich es schon erzählt und ich werde auch noch einen Eintrag dafür erstellen. Bei dem letzten Kontroll-Röntgen Ende Oktober wurde ein kleiner Rundherd in der Lunge gesichtet. Verdacht auf eine Metastase! Nach Rücksprache mit dem Thoraxchirurgen sollte erstmal in mindestens zehn Wochen eine Kontrolle stattfinden, und es sollte abgeklärt werden, ob noch irgendwo sonst im Körper Metastasen zu finden seien!
Die tolle Nachricht: Es sind weder im Bauchraum, noch im Skelett die geringsten Anzeichen auf Metastasen zu finden! Mein Hals sieht wesentlich besser aus als von den Ärzten erwartet! Die Lymphknoten sind mit Ultraschall überhaupt nicht mehr zu finden, d. h. hier sind auch kaum Vernarbungen!
Doch nun das Verrückte, Perverse… In meiner Lunge scheint ein zweiter, völlig vom ersten Tumor unabhängiger Krebs zu wachsen. Der eben keine Metastase ist. Wir haben schon gesagt, dass das Zungengrund-CA nur deshalb gekommen ist, damit der Lungenkrebs überhaupt gefunden wird! Denn den hätte man sonst doch erst gefunden, wenn es schon zu spät gewesen wäre!
Am kommenden Dienstag habe ich wieder einen Termin beim Thoraxchirurgen, bei dem wir besprechen werden, wie die OP und die weitere Therapie aussehen wird! Ich werde Euch davon berichten!
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Auf ein Neues!
16.1.2008 von Rolf.
Da die Seite bei miyoo nicht mehr sicher funktioniert, werde ich nun hier meine Texte weiterschreiben. Die alten Blogs habe ich hierher kopiert. Leider geht das nicht mit den Kommentaren…. Schade! Aber auf der linken Seite findet ihr einen Link zur alten Blog-Seite und dort könnt ihr auch die Kommentare lesen.
Leider sind durch einen Server-Absturz alle folgenden Einträge zerstört worden…
Ich hoffe, ich kann hier auch einiges loswerden und ihr werdet es alles nachlesen können.
Ab Morgen geht es dann los mit den echten Texten!
Bis Bald!
Rolf
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Jetzt kann ich Dir wieder in den H… beißen!
7.1.2008 von Rolf.
Ab heute hab ich wieder Zähne! Endlich hab ich mein Gebiss bekommen!
Angefertigt wurde es schon vor der OP. Das Abdruck-nehmen von meinem Kiefer war auf den alten, kaputten Zähnen ganz schön schmerzhaft, aber die Praxis hat sich wirklich alle Mühe gegeben es mir möglichst “angenehm” zu gestalten. (Danke Dr. Menke!)
Duch die Op-Wunden (Es wurden immerhin 22 Zähne gezogen!) konnten die “Dritten” nicht vorher eingesetzt werden. Zum einen war es zu schmerzhaft, zum anderen hätte es die Wundheilung gestört. Nun hab ich nach drei Wochen Felgen kauen…
endlich wieder Zähne. Ich kann wieder Lächeln! Es ist doch ganz schön peinlich wie ein alter Opa, der sein Gebiß zu Hause vergessen hat, durch einen Laden zu gehen und mit einer Verkäuferin zu “sprechen”. Schwierig ohne Zähne zu sprechen sind Worte mit “s”, “sch”, “f” und “v”.
Der Kiefer oder vielmehr die Mundschleimhaut ist durch Op ganz schön geschrumpft und das Gebiß musste dann auch gleich unterfüttert werden. Aber jetzt sieht es auch ganz gut aus, und ich kann nach ein paar Tagen Übung fast normal sprechen. In den ersten Stunden fühlte es sich an, als hätte ich einen riesigen Fremdkörper im Mund und ich musste dauernd würgen… Nicht gerade toll… Aber: Man gewöhnt sich ja an fast alles!
Essen war die ersten Male sehr schwierig. Ich bin mit dem Löffel immer an den Zähnen hängen geblieben. Die Lippen und Wangen müssen sich erstmal wieder dehnen. So konnte ich mit den Lippen am ersten Tag kaum das Essen vom Löffel streifen, ich hatte das Gefühl meine Lippen seien zu kurz! Vom Dehnen hatte ich richtig Muskelkater. Ebenso vom stärkeren, weiteren Mundöffnen.
Das Kauen muss ich jetzt erst langsam wieder lernen. Immerhin hab ich das seit fast anderthalb Jahren fast gar nicht mehr gemacht! Nur kurz im letzten Sommer hatte ich ein paar Wochen, als die Schmerzen im Hals weniger wurden und die der Zähne noch nicht zugenommen hatten…
Aber auch das wird wieder kommen! Übung macht den Meister!
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