Archive für 4.10.2006

Der Schrecken vielleicht doch allein zu sein…

Am Morgen ein Telefonat mit der Ärztin im Krankenhaus, die mir auch die “frohe” Botschaft überbracht hatte. Warum ich denn Gestern einfach gegangen sei, jetzt könnten die weiteren Untersuchungen nicht mehr vom Krankenhaus durchgeführt werden… Ich könnte mich jetzt ja an den niedergelassenen HNO-Arzt wenden, der könne das jetzt ja organisieren. Im Krankenhaus war alles für heute organisiert, aber wenn ich mich vorzeitig entlassen würde, verzögere sich jetzt alles…

Na, toll! Jetzt steh ich da, allein und bin auch noch selbst daran schuld, dass sich jetzt alles verzögert… Ein Anflug von Panik macht sich breit… Doch nur kurz, dann nehm ich es eben selbst in die Hand!

Der Arzt in der HNO-Praxis ist eigentlich Oberarzt in der Klinik und macht nur zweimal die Woche Praxisdienst. Er verordnet sofort die notwendigen Untersuchungen Rö-Thorax (Röntgen des Brustkorbes) und Sono-Abdomen (Ultraschall-Untersuchung des Bauchraumes). Dieser Arzt will uns gar nicht wieder gehen lassen, obwohl das Wartezimmer voll ist. Er selbst sei langjähriger Pfeifenraucher und eigentlich kommen diese Tumore nur bei denen und bei Alkoholikern vor. Er ist so betroffen… Ärzte sind auch nur Menschen…

Als ich die Termine machen will für die Untersuchungen, mache ich zunächst wieder eine sehr negative und dann die nächste positive Erfahrung. Die Termine gingen erst in vierzehn Tagen, bekomme ich zu hören… Selbst als ich sage, wofür ich sie brauche… Dann dies: Ich spreche die Sprechstundehilfe des HNO-Arztes darauf an. Sie greift sich einen Telefonhörer im Nebenraum trotz des vollen Wartezimmers und organisiert: Sono am nächsten Morgen, Röntgen am Montag! DANKE!!

Sanja fängt immer wieder an zu weinen, wenn sie mich ansieht… Ich möchte sie trösten, weiß aber nicht wie… Wir haben schon soo viel zusammen durchgestanden, dann werden wir dies doch auch schaffen! Ich war doch immer der starke und ruhige, jetzt bin ich krank, fatal…

|