Böses Erwachen

Der Tag der Entscheidung… Ich sollte schon um halb acht im Krankhaus sein, natürlich nüchtern und so weiter… Dran war ich erst um halb zwölf! Schreckliche Warterei!

ICH im Krankenbett mit Flügelhemd, ICH gehöre doch eigentlich auf die andere Seite… Was wohl jetzt dabei rauskommt… Ich hasse Schmerzen!

Als Prämedikation Dormikum i.m.; Klasse!! In drei Minuten war ich völlig weg! Nur kurz in der OP-Schleuse aufgewacht und ein paar Scherze gemacht…

Nach der OP wache ich auf, Sanja ist bei mir, ich rede wie ein Wasserfall. Erleichterung, kein Schnitt am Hals, doch nicht soo schlimm… Gut das Schlucken fällt schwer, das liegt bestimmt an den Untersuchungen und dem Beatmungsschlauch…

Nach dem ich einigermaßen wieder wach war, kommt so gegen vier oder fünf eine Ärztin.

Ich wollte doch schnell ein Ergebnis… Sie hätten eine tiefe Probe entnommen und die noch während der OP untersuchen lassen.

Plattenepithelkarzinom im Zungengrund; T4; vier Zentimeter groß; Lymphknotenschwellungen sind Metastasen…

Die Worte prasseln auf uns ein, im gleichen Maße, wie der Boden unter unseren Füßen verschwindet… Tänen, Ängste, Panik…. Was wird aus meiner Familie, meinen Kindern… ICH Krebs? Und dann gleich soo heftig?

Sanja ruft ihre Eltern und meine liebe Schwester… Es tut gut nicht allein zu sein, darüber zu sprechen….

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